Patientenverfügung / Gesundheitsvollmacht / Betreuungsverfügung

Der Kreisseniorenrat Reutlingen hat das Thema „Patientenverfügung...“ seit Jahren im Kreis etabliert und im „Arbeitskreis Vorsorge Reutlingen“ eine VorsorgeMappe erarbeitet und erstellt.

Das Thema "Patientenverfügung" im Zusammenhang mit einer gesetzlichen Regelung, wurde durch die öffentliche Diskussion mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Genau so wichtig ist eine Vorsorgevollmacht. Der Kreisseniorenrat weißt immer wieder auf die Wichtigkeit hin, sich nicht nur im finanziellen Bereich auf die Zukunft vorzubereiten.

Besonders betont der Kreisseniorenrat, dass diese für eine unter Umständen letzte Lebensphase so wichtigen Entscheidungen, die schriftlich niedergelegt werden sollten, unbedingt nur nach fachkundiger Beratung getroffen werden sollen. Der Kreisseniorenrat ist daher froh, dass der „Arbeitskreis Vorsorge Reutlingen“ seit Jahren hervorragende Beratung und ausgefeilte Formulare anbietet.  


Der Arbeitskreis informiert Sie über verschiedene Möglichkeiten zur konkreten Vorsorge für ein weitgehend selbstbestimmtes Leben bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit:

Patientenverfügung
Sie Können im Voraus für den Fall der Entscheidungsunfähigkeit Ihren Willen für den behandelnden Arzt schriftlich festlegen. Gleichzeitig können Sie eine Vertrauensperson benennen, die Ihre Wünsche kennt.

Gesundheitsvollmacht
Sie können im Voraus einer selbsgewählten Vertrauensperson für die ärztliche Behandlung eine Vollmacht erteilen.

Betreuungsverfügung
Sie können im Voraus vorsorglich einen Betreuer benennen, der vom Vormundschaftsgericht für die Zeit bestellt wird, in der Sie Ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen können. Auch wenn Sie niemanden kennen, können Sie Ihre Wünsche niederschreiben.

Vollmacht
Auf Wunsch wird Ihnen ein geeignetes Informationsmaterial gerne zur Verfügung gestellt.


Ausführliche, sachliche Informationen und persönliche Gesprächs-termine mit dem Arbeitskreis Vorsorge Reutlingen können Sie vereinbaren bei:

Ambulanter Hospizdienst Reutlingen e.V.
72762 Reutlingen
Oberlinstraße 20
Telefon: 07121 / 27 83 38

Diakonischer Betreuungsverein im Landkreis Reutlingen e.V.
72764 Reutlingen
Planie 17
Telefon: 07121 / 4 41 37

DRK-Alzheimer Beratung
72764 Reutlingen
Obere Wässere 1
Telefon: 07121 / 34 53 97 31

Kreisseniorenrat Reutlingen e.V.
72760 Reutlingen
Rommelsbacher Straße 1
Telefon: 07121 / 34 61 71

Seniorentreff Münsingen
72525 Münsingen
Uracher Straße 1
Telefon: 07381 / 33 40

Seniorentreff Sonnenbühl-Undingen e.V.
72820 Sonnenbühl
Sonnenstraße 39
Telefon: 07128 / 809

Stadt Reutlingen, Abt. für Ältere
72764 Reutlingen
Rathaus/Marktplatz 22
Telefon: 07121 / 303-2200

Patientenverfügung

In diesen Verfügungen erklären Sie möglichst genau, welche Behandlung Sie bei bestimmten Krankheitszuständen, die Sie selbst entscheidungsunfähig machen, wünschen und welche nicht. Lassen Sie sich bei der Abfassung beraten von Ärzten, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbänden oder Patientenschutzorganisationen. Damit Ihre Vorstellungen dann auch umgesetzt werden, brauchen Sie zusätzlich einen Betreuer per Betreuungsverfügung oder Bevollmächtigten per Vorsorgevollmacht für Gesundheitsfragen. Patientenverfügungen können hinterlegt werden bei der Stiftung VorsorgeDatenbank:

verfuegungszentrale.org

 

Pflegebedürftig: Sozialamt kann Geschenke zurückfordern

Das Sozialamt kann Geschenke zehn Jahre lang zurückfordern. Darauf weist die Notarkammer Berlin hin. Ein Beispiel: Verschenkt ein Besitzer seine Immobilie, kann der Sozialhilfeträger innerhalb dieser Frist verlangen, dass die Schenkung rückgängig gemacht wird, sollte der frühere Besitzer pflegebedürftig und auf Sozialleistungen angewiesen sein. Wenn seit der Überschreibung bereits zehn Jahre vergangen sind, kann die Immobilie nicht zurückgefordert werden.
Der Sozialhilfeträger kann nicht verlangen, dass eine Immobilie verkauft wird, damit von dem Geld die Kosten für den Pflegebedürftigen gezahlt werden. Der neue Immobilienbesitzer kann stattdessen die Beiträge bezahlen, die von der Pflegeversicherung nicht abgedeckt werden. Unterhaltspflichtig seien jedoch nur der Ehepartner und die Kinder, erklärt die Notarkammer. (dpa_2013)

 
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