Aus aktuellem Anlass

Corona-Pandemie: Ältere Menschen und gefährdete Gruppen schützen Ministerin Giffey und der BAGSO-Vorsitzende Müntefering appellieren an alle Generationen Die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey und der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), Franz Müntefering, appellieren gemeinsam an alle Bürgerinnen und Bürger, gefährdete Gruppen vor Corona-Infektionen zu schützen. Panik hilft nicht, unabhängig vom Alter. Aber handeln müssen wir Älteren und Alten in Sachen Corona doch. Das Risiko der Ansteckung wollen und können wir reduzieren helfen, für uns, für unsere Familien, für Kontaktpersonen. Der Staat muss handeln, wir als Gesellschaft auch. Händeschütteln und Umarmen lassen wir mal. Gedränge meiden wir. Versammlungen verschieben wir. Verschoben ist nicht aufgehoben. Und helfen, dass niemand einsam und hilflos bleibt, ohne die Sicherheit von Menschen aufs Spiel zu setzen, das ist das Gebot der Stunde. Eine solidarische Gesellschaft wird da ganz konkret und bewährt sich. Das ist gut für alle.“ Ministerin Dr. Franziska Giffey: „Ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und ihre Familien sollten ihre Gewohnheiten jetzt überdenken. Sie sollten Einschränkungen in Kauf nehmen, um ihre Gesundheit zu schützen. Dazu gehört, sich für eine Zeit aus dem öffentlichen Leben soweit es geht zurückzuziehen, unbedingt persönlichen Abstand von mindestens zwei Metern zu halten, Freizeitveranstaltungen nicht zu besuchen, den öffentlichen Personennahverkehr zu meiden und auch private Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren. Telefon, Handy und Internet helfen, in Kontakt zu bleiben. Familiäre und nachbarschaftliche Unterstützungsangebote zum Beispiel beim Einkaufen sind hilfreich und wichtig.“ Folgende Maßnahmen sollten ältere Menschen ergreifen, um sich zu schützen: - Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein. - Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden. - Gehen Sie nicht in Arztpraxen, rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, wie Sie sich verhalten sollen. - Gehen Sie, falls möglich, nicht in Apotheken, bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie, wenn möglich, Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an. - Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn, durch Supermärkte. - Halten Sie ihre sozialen Kontakte über Telefon oder, wenn möglich, über Skype aufrecht. - Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum. - Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie - Bekannte treffen! Auch in der aktuellen Situation ist Wachsamkeit vor „falschen Helfern“ notwendig. So fragen Betrüger besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen; angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen. Das BMFSFJ und die BAGSO empfehlen daher dringend, Unbekannten kein Geld zu geben und sie nicht in die Wohnung zu lassen.

Warum Kreisseniorenrat?

 

Der demografische Wandel, die höhere Lebenserwartung und sich ändernde Familienstrukturen erfordern neue gesellschaftliche Antworten. Es gibt immer mehr leistungsfähige Senioren, die eine sinnvolle, nachberufliche Tätigkeit ausfüllen können und wollen. Ältere Menschen gestalten und prägen die Gesellschaft nach bis zu 40 Berufsjahren oft noch 20 Jahre lang mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement. Auch das Alter wird immer mehr als aktive Lebensphase gelebt. Die Wirtschaftskraft der Senioren mit ihren eigenständigen Bedürfnissen macht sie zu umworbenen Konsumenten.

Alter bedeutet jedoch nicht nur Engagement, Lebenskraft und Mobilität. Die Zahl hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland wird in Folge des demographischen Wandels weiter ansteigen. Auch die Zahl der Menschen mit Demenzerkrankungen nimmt weiter zu. Die pflegebedürftigen Menschen haben einen Anspruch auf menschenwürdige und fachgerechte Pflege. Dazu gehören qualifiziertes Personal sowie personelle und ideelle Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Die Vereinbarkeit von Pflege der Angehörigen und von Familie und Beruf wird ein zentrales Thema sein, um die Lebensqualität für pflegebedürftige ältere Menschen zu sichern.

Der Kreisseniorenrat greift die Probleme der älteren Menschen in unserer Gesellschaft auf und ist generationenübergreifend tätig.

 
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