Der Kreisseniorenrat Göppingen - Donnerstag, 6. August 2020
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Aktuelle Info zu geplanten Veranstaltungen

Herzlich willkommen beim Kreisseniorenrat Göppingen

 

Mit seiner "Gelben Mappe – Selbstbewusst die Zukunft gestalten durch Vorsorgeregelungen" stellt der Kreisseniorenrat alle für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht notwendigen Formulare mit Erläuterungen zur Verfügung.

Vorsorge für den Notfall. Wie geht das praktisch? Lesen Sie hier.

Aktuelles

WEISER RING BEIM KREISSENIORENRAT ZU GAST

Der Weiße Ring e. V. stellte sich in der jüngsten Sitzung des Kreisseniorenrats (KSR) vor. Der Göppinger Außenstellenleiter Alexander Stumpf und sein ehrenamtlicher Kollege Gerhardt machten den KSR mit den Aufgaben und Zielsetzungen des gemeinnützigen Weißen Rings e. V. bekannt.

8. April 2020


Göppingen 
Der Weiße Ring unterstützt in vielfältiger Weise Kriminalitätsopfer und deren Angehörige. Rund 420 Außenstellen und 3200 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen stellen die bundesweiten Strukturen, um dauerhaft und intensiv die persönlichen Anliegen, Sorgen und Nöte von Kriminalitätsopfern entgegen nehmen  und prüfen zu können, ob den Opfern zielgerichtet geholfen werden kann.  

Anhand konkreter Einzelfälle, wurden einige Straftaten anonym geschildert und dargestellt, in welcher Weise die Kriminalitätsopfer – sehr häufig werden vor allem ältere Menschen als Opfer ausgewählt – überrumpelt und meist durch raffinierte Ablenkung, vor allem bei Diebstählen, geschädigt werden.  

An dieser Stelle gaben die beiden Experten den dringenden Rat, die Geldbörse grundsätzlich möglichst körpernah aufzubewahren, sodass ein Dieb sie nicht ohne weiteres abgreifen kann.  

„Wenn überraschend und unangemeldet eine Person als vermeintlicher Handwerker  oder gar in Polizeiuniform an der Wohnungstüre steht, sollte der oder die Fremde auf jeden Fall nicht herein gelassen werden. Rufen Sie in einem solchen Fall den angeblich beauftragten Handwerksbetrieb oder das Polizeirevier an, um zu klären, ob es sich um einen echten Handwerker oder um einen echten Polizisten handelt“, lautete der Ratschlag Gerhardts. Häufig würden die angehenden Verbrecher das Weite suchen, wenn man ihnen selbstbewusst entgegen tritt und sich nicht übertölpeln lasse.  

„Lässt man den angehenden Dieb jedoch die Wohnung betreten, ist die kriminelle  Handlung – in diesem Fall ein Diebstahl - schon vorprogrammiert“, fügte Rechtsanwalt Stumpf hinzu, der nach vorheriger Vereinbarung  in der Beratungsstelle des Weißen Rings Geislinger Str. 14 in Göppingen Betroffene berät und gegebenenfalls Unterstützung gewährt. „Leider haben die Opfer bei der Verfolgung und Ahndung von Straftaten und der gerichtlichen Aufarbeitung derselben nicht den hohen, nämlich den mit den Tätern ebenbürtigen  Stellen-wert, der ihnen eigentlich gebührt“, beanstandeten  die Vertreter des Weißen Rings.  

Die Arbeit des Weißen Rings wird durch Mitgliedsbeiträge von bundesweit 40.000 Mitgliedern und durch Spenden finanziert. Wird festgestellt, dass eine klare Bedürftigkeit vorliegt, gewährt der Weiße Ring gelegentlich in engem Rahmen auch einmal finanzielle Unterstützung. Absolute Priorität hat jedoch, mit den Opfern von Straftaten zu reden, sie psychologisch zu betreuen und sie zum Bespiel zu ermuntern, ihre Rechte als Nebenkläger in einem etwaigen Prozess wahrzunehmen. Insbesondere Hilfen für Opfer sexueller Gewalt stehen derzeit im Mittelpunkt der aktuellen Arbeit des Weißen Rings.  

Seine Hilfestellung gewährt der Weiße Ring unabhängig von einer Mitgliedschaft oder sonstigen Kriterien. Sowohl telefonisch als auch für individuelle persönliche Beratung steht die Göppinger Außenstelle Betroffenen zur Verfügung.

Gründer des Weißen Rings war Eduard Zimmermann, der Erfinder und langjährige Moderator der seit Jahrzehnten erfolgreichen Fernsehsendung „Aktenzeichen XYZ“.  

Die Kontaktdaten:
Telefon 07161/968693
Fax 07161/69510
E-Mail: weisser.ring.goeppingen (at) aol.de  

Sprechstunden nach vorheriger telefonischer Vereinbarung. 

 

GÖPPINGEN – HAUPTSTADT DER SENIOREN

Göppingen wird Senioren-Hauptstadt – freilich nur für einen Tag. Der Landesseniorenrat (LSR) hat den Landesseniorentag 2020 nach Göppingen vergeben. Er wird am 7. Oktober in der Stadthalle der Hohenstaufenstadt stattfinden.  

7. März 2020


Göppingen 
Nicht unbeteiligt an der Entscheidung dürfte Prof. Uwe Bähr, der Vorsitzende des Landesseniorenrates, gewesen sein, der damit eine Veranstaltung von landesweiter Bedeutung in seine Heimatstadt geholt hat. Zum Landesseniorentag werden Delegationen aus den 42 Kreisseniorenräten und den rund 180 Orts- und Stadtseniorenräten sowie aus den 39 dem LSR angeschlossenen Verbänden mit Seniorenarbeit erwartet.

Der Kreisseniorenrat für den Landkreis, insbesondere aber der Stadtseniorenrat  Göppingen, wird seine Mitglieder dazu aufrufen, bei der Bewältigung der logistischen und organisatorischen Aufgaben mitzuwirken, die eine Großveranstaltung verlangt. Es wird mit 1200 Teilnehmern gerechnet.

„Der Landesseniorenrat möchte die Senioren bei den anstehenden Herausforderungen hinsichtlich Digitalisierung und Mobilität sowie zu den Themen Gesundheit und Pflege mitnehmen und dafür Sorge tragen, dass die ältere Generation dabei angemessen unterstützt wird“, betonte Prof. Bähr. Der Landesseniorenrat vertritt in Baden-Württemberg knapp 2,9 Millionen Menschen, die älter als 60 Jahre sind.   Das Motto des Seniorentags in Göppingen ist gegenwärtig noch nicht bekannt; auch nähere Einzelheiten, wie sich die Stadt Göppingen in diesem Zusammenhang präsentieren wird, ist noch offen.

Es wird damit gerechnet, dass Franz Müntefering, der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft  der Seniorenorganisationen (BAGSO) ein Grußwort sprechen wird. Der Göppinger KSR-Vorsitzende Frieder Kauderer sagte, dass mit der Entscheidung für den Veranstaltungsort Göppingen auch die jahrzehntelange Arbeit der Seniorenräte in der Stadt Göppingen und im Landkreis eine große Wertschätzung erfahre.  

 

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ: MEHRWERT FÜR DIE MENSCHEN SCHAFFEN

Der Chef des Kreismedienzentrums Göppingen (KMZ), Mathias Nagl, hat vor dem Kreisseniorenrat (KSR) erläutert, welche Bedeutung die „Künstliche Intelligenz“ (KI), ein Teilgebiet der Informatik, für das gesellschaftliche Leben hat. Es geht dabei um die maschinelle Nachahmung menschlicher Intelligenz.

18. Januar 2020


Göppingen 
Nagl machte deutlich, dass die Künstliche Intelligenz ein gesünderes, ein sichereres und ein produktiveres Leben ermöglichen könne und bezeichnete KI als eine geistige und kulturelle Bereicherung, die auch Entspannung und soziale Kontakte bieten könne. Je nach Anwendungsgebiet ist die Leistungsfähigkeit dieser Systeme und Verfahren unterschiedlich stark ausgeprägt und übersteigt, so Nagl weiter, die menschlichen Fähigkeiten schon heute bei weitem; als Beispiel dafür nannte er die in der Magnetresonanztomographie praktizierte Auswertungsverfahren mit Millionen einzelner Untersuchungsdaten.

Als weiteres und konkretes Anwendungsfeld nannte Nagl die selbstfahrenden Autos; die technologischen Voraussetzungen auf diesem Gebiet wären von der Wissenschaft entwickelt worden und befänden sich gegenwärtig in umfassenden Praxistests; sie sind, so Nagl,  in Einzelfällen noch nicht  perfekt in der Anwendungswirklichkeit angekommen und hätten noch „Kinderkrankheiten“.

Künstliche Intelligenz lässt sich – so der Experte – im Wesentlichen zwei Kategorien zuordnen, nämlich der „starken KI“ und der  „schwachen KI“. Die schwache KI um-fasst die Simulation und Automatisierung von menschlichen Einzelfähigkeiten. Anwendungsbeispiele sind die digitale Sprach- und Textverarbeitung, die Robotik und die Fähigkeiten autonomer Maschinen sowie die Steuerung und Optimierung von Infrastrukturen mit großen Datensätzen.  

„Starke“ KI ist dagegen in der Lage, aus  eigenem Antrieb heraus geplant, kreativ, flexibel und aktiv zu entscheiden und zu handeln“, erläuterte der KMZ-Leiter. Von KI könne man nur dann sprechen, wenn die Fähigkeit, ohne permanente Anleitung Aufgaben in einem komplexen Umfeld zu erledigen, vorhanden ist. Die KI könne aus Erfahrungen lernen und dadurch die Leistung ständig verbessern. Wie dies in der Praxis aussehen könnte, wurde von Mathias Nagl an einem 3-D-Drucker vorgestellt, der in kleinem Maßstab einen Motorkolben in einem speziellen Kunststoff ausdruckte.

Ein Teil der  bisherigen KI-Entwicklung stammt aus der Hirnforschung, indem der grundsätzliche Aufbau des menschlichen Gehirns auf die Speichermedien (Server, die in der Regel in Übersee stehen) übertragen wird und jederzeit abrufbar zur Verfügung stehen. Mathias Nagl  betonte, dass KI die Menschen im Alltag und im Beruf unterstützen  und unangenehme Arbeit übernehmen könnte, ohne den Menschen überflüssig zu machen. „Mehr Zeit und mehr Ressourcen können mit KI gewonnen werden, sodass für die Menschen durch KI auch ein Mehrwert entsteht“, wagte Nagl einen Blick in die Zukunft.

Das Expertenwissen dazu stehe in einer Wissensdatenbank zur Verfügung, die ständig mit Ergebnissen der Forschung und Anwendung „gefüttert“ wird und somit „Problemlösungsstrategien“ entwickelt und permanent dazu lernt. An dieser Stelle sprach sich der Referent für einen „bewussten und kritischen Umgang mit den Systemen und Verfahren der KI aus. Er berichtete, „dass Google, Amazon & Co alle erfassten Daten zur Analyse an ihre Rechenzenten weiterleiten und auswerten“. Der Medienexperte sagte, laut Informationen der  Hersteller müsse niemand befürchten, dass die Dialoge zwischen Anwendern und Rechenzentren in falsche Hände geraten könnten. Hierbei ist nach Auffassung Nagls jedoch Skepsis ange-bracht; es läge eine Herausforderung für die Datenschutzbeauftragten vor.  

Das KMZ ist eine Einrichtung des Landkreises Göppingen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich während der Geschäftszeiten vor Ort informieren.  

 

Handwerkerschulung für altersgerechtes Wohnen

„ServicePlus“-Betriebe setzen besondere Anforderungen an den Wohnraum älterer Menschen um. 

14. Januar 2019


Filderstadt/Esslingen Eine „ServicePlus“-Schulung für Handwerksbetriebe findet am Freitag, 25. Januar, im Kronensaal der Kreissparkasse in Esslingen statt. Grundgedanke der Initiative „Service Plus“ ist es, Handwerkern und anderen Dienstleistern ein möglichst breites Hintergrund- und Fachwissen für die Ansprüche und Erfordernisse an den Wohnraum älterer Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen zu vermitteln.

Entsprechend geschulte und zertifizierte Betriebe können ihren Kunden deshalb zusätzlich zu ihrer Fachkompetenz besondere Beratungsleistungen anbieten. Landrat Heinz Eininger und Burkhard Wittmacher, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, eröffnen die Veranstaltung.

Ältere Menschen möchten so lange wie möglich in ihren vertrauten vier Wänden leben. Die „ServicePlus“-Schulung informiert über das Ausmaß und die Art der möglichen Hilfeleistung und was aus gesundheits- und pflegetherapeutischer Sicht geeignet ist, um bestehende Problemlagen der Betroffenen zu kompensieren. Handwerker und Architekten sind hier besonders gefordert, sich mit Weitblick und Fachwissen beratend einzubringen und baulich mögliche und notwendige Vorkehrungen zu treffen.  

Mithilfe eines Alterssimulationsanzugs erleben die Teilnehmer, wie es sich anfühlt, mit entsprechenden Einschränkungen zu leben. Darüber hinaus zeigt die Schulung technische Lösungen auf, die den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben aktiv unterstützen und ein Verbleiben zu Hause ermöglichen. Dieser Aspekt wird vor dem Hintergrund des Pflegekräftemangels immer wichtiger. Unter dem Stichwort „Smart-home-Technologien“ thematisiert die Schulung außerdem die gesamte moderne Haus- und Gebäudetechnik als wesentliche technische Entlastungshilfe auch – aber nicht nur – für ältere und pflegebedürftige Menschen.

Verschiedene Referenten beleuchten in ihren Vorträgen das Thema „Alltagsunterstützende Assistenz Leistungen“ aus verschiedenen Blickrichtungen. Inge Hafner wird als erfahrene Altenhilfefachberaterin i.R. zu ergründen versuchen, was ältere Menschen wünschen. Dr. Uta Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen, stellt sich die Frage, wann technische Hilfen für Menschen im Alter sinnvoll sind. Dr. Jürgen Jarosch, Geschäftsführer des Elektro Technologie Zentrum Stuttgart (IZEW), berichtet über neue Ansätze zur Umsetzung von Smart Home, AAL und Co. Einen Überblick und praktische Beispiele präsentiert Birgid Eberhardt, Bereichsleiterin Smart home /AAL der Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH (GSW). Einen Ausblick auf neue Trends gibt Prof. Dr.-Ing Franziska Meinecke, Professorin für Technik und Gesellschaft an der Hochschule Esslingen. Christian Oberle, Abteilungsdirektor bei der Kreissparkasse, berichtet außerdem über Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung beim Umbau von alters- bzw. behindertengerechten Wohnungen. Eine Fachfirmenausstellung begleitet die Veranstaltung.

„ServicePlus“ gibt es seit mehr als zehn Jahren als landkreisübergreifende Kooperation zwischen den Kreisseniorenräten und den Kreishandwerkerschaften aus den Landkreisen Esslingen, Göppingen, Rems-Murr und Reutlingen sowie dem DRK Göppingen, dem Partner ikk classic, dem Landkreis Esslingen und der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Die Schulung im Kronensaal der Kreissparkasse präsentiert das überarbeitete Konzept von „ServicePlus“. Sie wird deshalb als mit neuen Inhalten versehene Grundschulung auch für bereits zertifizierte Betriebe als Auffrischung bzw. Weiterbildung angeboten. Im Anschluss an die Schulung wird in jedem Kooperations-Landkreis eine Fortbildungsveranstaltung organisiert.

Anmeldungen nehmen der Kreisseniorenrat Esslingen e.V., Karl Praxl, Vorsitzender, 0711 / 773173,  info (at) ksr-es.de , sowie die Kreishandwerkerschaft Esslingen-Nürtingen, Kandlerstr. 11, 73728 Esslingen, Tel. 0711 / 359373, info (at) kh-esslingen-nuertingen.de, entgegen. Dort gibt es auch weitere Informationen.