Sicherheitsberatung für Senioren: Ein Kooperationsprojekt von Kreisseniorenrat und Landespolizei

Das Projekt Sicherheitsberater für Senioren (SfS) wird jetzt geleitet von Kriminalhauptkommissar  Paul Mejzlik, Referat Prävention des Polizeipräsidiums Reutlingen. Der Kreisseniorenrat fand mit der Landespolizei den richtigen Kooperationspartner in Sachen "Sicherheit". Bereits 1999 wurde dieses Projekt auf den Weg gebracht. Zurzeit sind sechs Sicherheitsberater tätig. Etliche von ihnen waren vor ihrem Ruhestand im Polizeidienst. Diese Ehrenamtlichen, die im Landkreis wohnen, decken durch ihre Tätigkeit das gesamte Kreisgebiet mit seinen 128.000 Einwohnern über 60 Jahre ab.

Ziel der Sicherheits-Beratung ist es, das subjektive Gefühl einer Bedrohung, das ältere Menschen oft empfinden, zu objektivieren. Dabei gehen die Sicherheitsberater in Referaten bei „Landfrauen“, dem „Donnerstagtreff“, in der „Bürgerwerkstatt“ oder bei der „Spätlese“ nicht nur auf die allgemeine Entwicklung in der Kriminalität ein, sie zeigen auch auf, wie zum Beispiel beim „Enkeltrick“ aufs Übelste mit den Ängsten der Senioren gespielt und ihnen Tausende von Euros aus der Tasche gezogen werden. Außerdem ist auch die „Sichere Haustür“ beziehungsweise die „Sichere Wohnung“ ein Thema.
Die Sicherheitsberater gehen nach Anfrage im Auftrag der Polizei und des Kreisseniorenrats zu den Vereinen und Organisationen. Sowohl für den Kreisseniorenrat als auch die Kriminalprävention der Polizei ist dieses Projekt wichtig: „Damit tragen wir auf sehr effektive Weise zum Wohle und zur Sicherheit der Senioren bei", sagt Kriminalhauptkommissar Paul Mejzlik und fügt hinzu, „Senioren von ihrer Verbrechensfurcht zu befreien, bedeutet ein Stück Lebensqualität zurückzugeben“. Das sieht auch der Kreisseniorenratsvorsitzende Karl Praxl  so, der im Übrigen auf die sehr gute Zusammenarbeit der Sicherheitsberater untereinander und ebenso mit der Polizei hinweist.  

Der Einsatz der Sicherheitsberater wird kreisweit zentral vom Sachgebiet Kriminalprävention der Polizeidirektion Reutlingen gesteuert. Bei Interesse an einem Vortrag der Sicherheitsberater wenden sich Vereine und Organisationen an:

Polizeipräsidium Reutlingen, Tel. 07121 942 1202, Kriminalhauptkommissar Paul Mejzlik   

e-mail: reutlingen.pp.praevention (at) polizei.bwl.de

Von dort wird einer der Berater vermittelt. Siehe auch den Flyer hierzu...

Weitere Informationen im Internet:

www.k-einbruch.de

www.polizei-beratung.de

www.pfiffige-senioren.de

 

 

Sicherheitsberater werden mit 1. Preis ausgezeichnet

Die Sicherheitsberater nach der Preisverleihung; v.l.n.r: Johann Stefan, Josef Beer, Rudi Dölfel, Kassier des Kreisseniorenrats, Marianne Räthe, Polizeihauptkommissar Klaus Holzmann, Rainer Häußler, Vorsitzender des Kreisseniorenrats, Olaf Kremmin.

Bei der diesjährigen Ausschreibung des Ehrenamtspreises "Starke Helfer", den die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen und der Teckbote Kirchheim /Teck unter der Schirmherrschaft von Landrat Heinz Eininger ausgelobt haben, wurden die Sicherheitsberater mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Gewürdigt wurde dabei, dass das Kooperationsprojekt der Landespolizei Esslingen - Kriminalprävention und des Kreisseniorenrats Esslingen in den 11 Jahren seines Bestehens, sich mit zahlreichen Vorträgen in den verschiedensten Seniorengruppen das Sicherheitsgefühl Älterer gestärkt hat. Die Auszeichnung bedeutet ein hohes Lob für die zahlreichen ehrenamtlich tätigen Sicherheitsberater, die sich laufend einer intensiven Schulung und Fortbildung unterziehen. Damit sind sie immer auf gleicher Höhe mit Trick- und sonstigen Betrügern, die meinen, dass sie das Alter von Menschen für ihre schmutzigen Machenschaften ausnützen können.

 
Sie sind hier: Seniorenräte vor Ort | Kreisseniorenrat Esslingen | Projekte / Aktivitäten | Sicherheitsberater