Wo bleiben Ältere mit Migrationshintergrund?

Dieser Frage ging der Vorstand des Kreisseniorenrats in seiner letzten Vorstandssitzung nach. Ein schwieriges Thema, wie sich schnell herausstellte. Es ist davon auszugehen, dass auch dieser immer älter werdende Personenkreis von den Angeboten der Seniorenarbeit, der Unterstützung von Vermittlungsstellen,  dem Engagement von Vereinen, Kirchen und Initiativen profitieren soll und kann. Zwei Referentinnen stellten dabei beachtenswerte Modelle vor. Zum einen zeigte Jutta Grillhiesl-Mauz, Filderstadt, auf, wie dort im Rahmen des landesweiten Modells „miteinander gewinnt“ Patinnen und Paten Migrantenfamilien ein Jahr lang im Alltag begleiten. Diese patenschaftliche Begleitung kann auch für Ältere mit Migrationshintergrund eine wichtige Unterstützung darstellen, sich mit den örtlichen Hilfsangeboten auseinander zu setzen und die für die jeweilige Lebenssituation geeigneten Maßnahmen zu finden.

Ganz anders geht nach dem Bericht von Renate Ternes-Wengert, Esslingen, die „Integrative und Interkulturelle Begegnung Esslingen (BuntES)“ vor. Auf Initiative des Stadtseniorenrats und inzwischen dem Beauftragten für Migration der Stadt Esslingen entstand ein Multiplikatorenmodell, in das alle Gruppen von ausländischen Mitbürgern eingeschlossen sind. Damit wird ermöglicht, dass Vertreter dieser Gruppen um die Möglichkeiten der Hilfsangebote wissen, an ihre Landsleute weitergeben und diesen den Weg ebnen können.

Der Kreisseniorenrat empfiehlt, mit den gewonnenen Erkenntnissen weiterzuarbeiten. Vor allem die Seniorenarbeit vor Ort ist dabei gefordert. Wichtig ist, den Seniorinnen und Senioren aus allen Herkunftsbereichen das Gefühl des „Angenommenseins“ in unserer Gesellschaft zu vermitteln.

 
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