"Sorge um sturzgefährdete Menschen in Heimen"

"Gute Tagesstrukturierung  durch teilintegrative Betreuung in Tagesgruppen und Hausgemeinschaften mindert die Selbstgefährdung sturzgefährdeter Menschen in Pflegeheimen. Dies gilt auch für dementiell erkrankte Menschen mit krankhaft gesteigertem Bewegungsdrang" so Thilo Naujoks, Geschäftsführer der Städtischen Pflegeheime Esslingen. Mit Bewegungsangeboten, wie Qi Gong, MotoMed, mit Muskelstimulation in der Sturzprophylaxe, mit Begleitdiensten bei Ausflügen und vielem mehr wird versucht, die anvertrauten zu Pflegenden zu stabilisieren und Verletzungen durch Stürze und ähnlichem zu verhindern. Auch manche Hilfsmittel, wie Hüftprotektoren, Niedrigbetten oder Anti-Rutsch-Kissen, sind geeignet, Selbstverletzungen vorzubeugen. Denn, wenn diese Aktivierung nicht gelingt und geeignete Hilfsmittel nicht mehr ausreichen,  bedarf es oft einer Fixierung durch freiheitsentziehende Maßnahmen. Diese letzte aller Mittel ist nur im äußersten Fall angezeigt und bedarf der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts. Neben der Sorge um die Gesundheit der Pflegebefohlenen kann es  auch wegen der Verletzung der Betreuungspflicht um Regressforderungen der Kranken- und Pflegekassen gehen. Der Druck auf die Angehörigen, das Personal und die Betreiber von Pflegeheimen das jeweils angemessene rechtzeitig aber nicht zu früh zu veranlassen,  ist enorm.

Für den Kreisseniorenrat war es in seiner letzten Vorstandssitzung wichtig, einen vertieften Einblick in die Probleme der Heime zu gewinnen. Dass sehr viel getan wird, um die Bewohner zu aktivieren und Gefahren von ihnen abzuwenden, war sehr eindrucksvoll. Der Vorsitzende des Kreisseniorenrats, Rainer Häußler, drückte seine Hochachtung vor der Leistung des Pflegepersonals in solch schwierigen Situationen aus.

 
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