Steuererklärung – wie Sie Fehler vermeiden

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Rentnern, die Steuern nachzahlen sollen, die Forderung des Finanzamtes genau zu prüfen. „Die Betroffenen sollten zu einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein gehen und den Bescheid checken lassen“, sagte der Chef der Verbraucherzentralen, Gerd Billen. „Man sollte nicht ungeprüft sofort zahlen.“ Eine Stichprobe aus NRW legt nahe, dass fast jeder vierte Rentner seine Steuererklärung falsch ausgefüllt hat. Im Schnitt geht es um 250 Euro zu viel gezahlte Steuern.
Die häufigsten Fehler:

Verschiedene Renten
Es gibt sieben verschiedene Rentenarten und sie werden unterschiedlich behandelt, wie der NRW-Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft (DSTG), Manfred Lehmann, erklärt. Ruheständler müssten aufpassen, um die jeweilige Rente in das richtige Feld der Steuererklärung einzutragen. Wer etwa die gesetzliche Rente bei der Betriebsrente eintrage, den erwarte eine höhere Steuerforderung. Denn die Betriebsrente wird grundsätzlich voll besteuert, die gesetzliche Rente aber nur zu einem Teil.

Krankenkassenbeiträge
Viele Senioren vergessen laut Lehmann, Krankenkassenbeiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben anzugeben. Wer die Ausgaben in das entsprechende Feld einträgt, kann aber das zu versteuernde Einkommen senken. Gleiches gilt für die Ausgaben für eine Unfallhaftpflicht-Versicherung.

Behinderung
Auch eine Behinderung kann als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Dazu müssen Senioren den Grad der Behinderung in der Steuererklärung angeben.

Ungedeckte Krankenkosten
Auf der letzten Seite des Mantelbogens der Steuererklärung findet sich ein Feld für ungedeckte Krankenkosten. Hier können Rentner Ausgaben eintragen, die die Krankenkasse nicht erstattet, aber vom Fiskus als Belastung anerkannt werden. Dies kann helfen, das zu versteuernde Einkommen zu senken.

Kapitalerträge
Für Zinsen, Dividenden und andere Kapitalerträge wird automatisch eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent abgeführt. Viele Rentner haben aber einen persönlichen Steuersatz von unter 25 Prozent. Für sie lohnt es sich, die Kapitalerträge anzugeben, um einen Teil der Abgeltungssteuer zurückzubekommen.

 
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