Der diesjährige, 35. Landesseniorentag unter dem Motto: „Senioren heute – von aktivem Alter(n), Generationengerechtigkeit und Pflege“, fand aufgrund der aktuellen Lage in hybrider Form statt. Während viele Stadt- und Kreisseniorenräte mit ihren Gästen die Veranstaltung an heimischen Bildschirmen verfolgten, wurde die Hauptveranstaltung aus der Stadthalle Göppingen übertragen.

Hauptredner, Prof. Dr. Horst Opaschowski, wurde ebenfalls online zugeschaltet. In seinem Vortrag „Vision 2030- Was uns zusammenhält: Die neue Solidarität der Generationen“, betonte er, er wolle unter diesem Thema die Zukunft nicht vorhersagen, sondern darauf vorbereitet sein. Weiter wies er einleitend darauf hin, dass die Jugendlichen optimistischer in die Zukunft blicken, als allgemein angenommen.

Der renommierte Zukunftsforscher zeichnete in seinem Vortrag ein optimistisches Bild vom Älterwerden, den dazugehörenden Chancen und den wichtigen Beitrag der Älteren für einen guten gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sein bemerkenswerter Schlusssatz lautete: Du allein kannst es, aber du kannst es nicht allein.

In der anschließenden Diskussion zwischen dem baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha, und dem Gerontologen Prof. Dr. Thomas Klie, moderiert von der SWR Journalistin Silke Gmeiner, ging es um das Motto des Landesseniorentages. Beide waren sich einig, dass, die Frage, wie Menschen altern, auch eine von Bildung und Einkommen ist.

Bei der Frage, ob es richtig war, die Heime während der Pandemie so rigoros zu schließen, wies Minister Lucha darauf hin, man habe schließlich Leben gerettet, während Prof. Dr. Klie forderte, jetzt die richtigen Schlüsse für zukünftiges Verhalten zu ziehen. Beide waren sich einig, dass der demografische Wandel alle politischen Ebenen braucht, um ein würdiges Altern zu ermöglichen. Im Bereich Pflege bescheinigte Prof. Dr. Klie Baden-Württemberg ein hohes Maß an Anstrengung und lobte Minister Lucha für seine bereits in die Wege geleiteten Maßnahmen. Dennoch, so waren sich die Gesprächspartner einig, bleibe noch in Zukunft viel zu tun. Gerade das bürgerschaftliche Engagement und das Füreinander einstehen und Aufeinander achten werde eine zukunftsweisende Aufgabe.

Nach dem Ende der Hauptveranstaltung in Göppingen ging es am Nachmittag in einigen Kommunen weiter mit Veranstaltungen vor Ort unter Leitung der jeweiligen Stadt- bzw. Kreisseniorenräte.