Mittwoch, 14. Dezember 2011 um 13:49 Alter: 156 Tag(e)

Landesseniorentag am 12.10.2011 in Singen/Htwl.

 

Knapp 1.200 Teilnehmende waren am 12. Oktober beim 28. Landesseniorentag Baden-Württemberg in Singen/Htwl. 

Die Forderungen des Landesseniorenrates: 

Jung und Alt gemeinsam

Zuverdienst bei „schmalen Renten“ durch den Bundesfreiwilligendienst?

Wohnberatung für das lange Leben zu Hause

Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch nicht vorenthalten

Die älteren und die jungen Menschen im Südwesten dürfen nicht gegeneinander ausgespielt oder gar in Konfrontation gebracht werden. Darauf hat Roland Sing, der Vorsitzende des Landesseniorenrates Baden-Württemberg (LSR), am Mittwoch in Singen/Htwl. beim Landesseniorentag 2011 hingewiesen.
„Auf der Bundesebene“, so bemängelte Sing, „sei 2011 zwar zum „Jahr der Pflege“ ausgerufen worden.“ Dort gebe es dazu jedoch Stillstand bzw. verwirrend viele unterschiedliche Stimmen. Auf Landesebene könne man aber schon in zwei Richtungen aktiv werden: Einmal, dass man die pflegenden Angehörigen wirklich in die Lage versetze, diese Pflege gut leisten zu können. Dafür müsse man sie fachlich begleiten und unterstützen. Genauso wichtig sei es aber auch, dass sich pflegende Angehörige in ihrem oft jahrelangen Aufopfern auch mal eine Auszeit nehmen und sich vom Dauerstress erholen können. Die Rechtsgrundlagen dafür seien eindeutig gegeben. Oftmals fehle aber das Wissen oder die Akzeptanz der Kostenträger (der Pflegekassen), dass sie die pflegenden Angehörigen wirklich entlasten.

Sozialministerin Katrin Altpeter mahnte die Bundesregierung eindringlich, die überfällige Pflegereform nicht länger zu verschleppen. „Eine gute Pflege ist eine der zentralen sozial- und gesellschaftspolitischen Aufgaben.“ Deshalb müsse endlich eine Pflegereform auf den Weg gebracht werden, die den Pflegebedürftigkeitsbegriff neu bestimmt und damit auch die zunehmende Zahl an Demenzkranken einbezieht. Die Landesregierung werde sich für eine verlässliche Finanzierung der Pflege einsetzen, so Ministerin Altpeter. „Eine zukunftsfeste Finanzierung muss alle Bürgerinnen und Bürger in einen gemeinsamen und solidarischen Ausgleich einbeziehen.“ 

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